Die Autorin

Janette Hagedoorn-Schüch
Zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutzamt des Landkreises Stade.

Weitere Informationen:
Schwalbenmeldungen unter www.landkreis-stade.de/schwalben, per E-Mail an schwalbenwillkommen@nabustade.de oder über die Postkarte des Schwalbenfaltblattes, das beim Landkreis Stade und bei den Gemeinden ausliegt.

Glücksbringer willkommen –
Schwalbennester jetzt auch online melden!

Mit der Aktion „Schwalben willkommen im Landkreis Stade“ werden Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, die Anzahl „ihrer“ Schwalbenpaare zu melden. Wer Schwalben einen Nistplatz am Haus oder im Stall gewährt, trägt aktiv zum Erhalt der Schwalbenpopulation bei.

Aktuell sind die Meldungen nun auch im Internet auf der neu eingerichteten Schwalbenplattform möglich. Niststandorte können punktgenau eingetragen und Fotos dazu hochgeladen werden. Gemeinsam mit dem Landkreis Lüneburg, der dieses Onlineportal bereits einige Jahre betreibt, wurde die Plattform so gestaltet, dass Schwalbenfreunde für ihren jeweiligen Landkreis die Schwalbenart, die Nestanzahl und den Standort eingeben können. Natürlich lassen sich auch auf einer interaktiven Karte alle gemeldeten Neststandorte für den jeweiligen Landkreis anzeigen. Zusätzlich können Besucher dieser Seite unter ihrem Benutzernamen Kommentare zu den Schwalbenmeldungen schreiben, wie etwa die Anzahl der Jungvögel, oder auch ungewöhnliche Niststandorte beschreiben.

Alle weiteren Daten, die für das Einloggen notwendig sind, werden nicht im Internet veröffentlicht oder an dritte Personen weitergegeben. Die Kreisverwaltung nutzt diese Daten lediglich im Rahmen der Schwalbenaktion, um die Schwalbenmelder am Jahresende zu einem Empfang mit dem Landrat einzuladen.

Mehrjährige Bestandserfassungen

Das Schwalbenprojekt wurde erstmals 2014 im Landkreis Stade als Gemeinschaftsaktion des Naturschutzamtes mit den Naturschutzverbänden NABU und BUND und der Ornithologisch-Naturkundlichen Arbeitsgemeinschaft (ONAG) gestartet. „Wir hoffen auch für dieses Jahr wieder auf viele Meldungen aus der Bevölkerung, ob nun online, per E-Mail oder auch per Telefon oder Post. Wir wollen die Entwicklung der Bestandszahlen über mehrere Jahre dokumentieren, um einen möglichst vollständigen Überblick über das Schwalbenvorkommen im Landkreis zu bekommen. Nur so können wir beim Schutz der eleganten Insektenjäger optimal helfen“, so Janette Hagedoorn-Schüch vom Naturschutzamt des Landkreises.

Im letzten Jahr war die Aktion ein voller Erfolg: Fast 4.000 Nester der „Glücksbringer“ wurden von den Naturfreunden gemeldet.

Schwalben brauchen Schutz

„Leider ist die Anzahl der früher in den Dörfern allgegenwärtigen Vögel auch bei uns rückläufig“, erklärt Guido Seemann von der ONAG. Seit den 60er Jahren hat sich ihr Lebensraum stark verändert. Die nützlichen Insektenfresser finden immer weniger Nahrung, es mangelt an Nistgelegenheiten und es fehlen den Schwalben Schlammpfützen, aus denen sie sich Nistmaterial holen können. Wer mehr erfahren möchte über die verschiedenen Schwalbenarten und was zur Verbesserung des Lebensraumes getan werden kann, findet viel Wissenswertes im Faltblatt mit dem Titel „Schwalben willkommen im Landkreis Stade“, das vom Naturschutzamt herausgegeben wurde.



Mehlschwalbe (Foto: G. Seemann)

Rauchschwalbe (Foto: H.-J. Schaffhäuser)

Uferschwalbe im Flug (Foto: G. Seemann)

Mauersegler im Anflug (Foto: Dr. J. Heinßen)

 

Die Autorin

Janette Hagedoorn-Schüch
Naturschutzamt des Landkreises Stade, Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen:
Schwalbenmeldungen unter www.landkreis-stade.de/schwalben, per E-Mail an schwalbenwillkommen@nabustade.de oder über die Postkarte des Schwalbenfaltblattes, das beim Landkreis Stade und bei den Gemeinden ausliegt.